Segal, Cohen & Landis

Steuererklärungen, Pflichten und Planung

Zahlungs-Apps: Meldungen auf Formular 1099-K und steuerliche Regeln

Erfahren Sie mehr über die geltenden Meldeschwellen für Formular 1099-K, steuerpflichtige Einnahmen, private Transaktionen und die Berichtigung von Meldefehlern bei Zahlungsplattformen.

Lesezeit: ca. 7 Min. · Samuel Landis, Esq. · 12. Dezember 2022 · Auf Englisch lesen

Zuletzt aktualisiert:

Zahlungsabwickler stellen Formular 1099-K grundsätzlich bis zum 31. Januar des Folgejahres bereit; dabei gelten die Regeln für Wochenenden und Feiertage. Prüfen Sie jedes Formular anhand Ihrer Unterlagen, bevor Sie Ihre Steuererklärung abgeben. Weiterführende Informationen: Erlass von Steuerzuschlägen und nicht eingereichte Steuererklärungen.

Was ist Formular 1099-K?

Die US-Steuerbehörde IRS vergleicht Angaben von Arbeitgebern, Banken und anderen Zahlenden mit den Steuererklärungen der Steuerpflichtigen. Eine Abweichung kann zu einer Mitteilung mit Änderungsvorschlägen führen; manche Erklärungen werden geprüft. Fehlt eine vorgeschriebene Steuererklärung, kann der IRS anhand der verfügbaren Informationen eine Ersatzsteuererklärung erstellen und eine Steuerfestsetzung vorschlagen. Der Steuerpflichtige kann darauf reagieren und eine korrekte Steuererklärung einreichen. Allein der Erhalt eines Informationsformulars legt die endgültige Steuerschuld nicht fest.

Formular 1099-K für Zahlungskarten- und Drittanbieter-Netzwerktransaktionen meldet bestimmte Zahlungen, die über Zahlungskarten oder Zahlungsnetzwerke Dritter eingehen. Zu Zahlungskarten gehören Kreditkarten, Debitkarten und Guthabenkarten wie Geschenkkarten. Das Formular ist eine Informationsmeldung und keine Berechnung des steuerpflichtigen Gewinns.

Zahlungsplattformen wie Cash App, eBay, PayPal und Venmo können Zahlungen für Waren oder Dienstleistungen melden, wenn die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind. Prüfen Sie die konkrete Plattform und die Transaktionsart, um festzustellen, welche Meldevorschriften gelten.

Formular 1099-K hilft dem IRS, gemeldete Zahlungen mit der Steuererklärung eines Steuerpflichtigen abzugleichen. Geben Sie steuerpflichtige Einkünfte aus Waren oder Dienstleistungen in der entsprechenden Steuererklärung an, auch wenn kein Formular ausgestellt wird. Der Bruttobetrag im Formular muss möglicherweise mit Ihren Unterlagen abgestimmt werden; beispielsweise entsteht beim Verkauf eines privaten Gegenstands mit Verlust kein steuerpflichtiger Gewinn.

Wann wird Formular 1099-K ausgestellt?

Für Drittanbieter-Zahlungsabwicklungsorganisationen (TPSOs) liegt die bundesrechtliche Meldeschwelle bei mehr als 20.000 $ an meldepflichtigen Bruttozahlungen und mehr als 200 Transaktionen je Zahlungsempfänger in einem Kalenderjahr. Beide Grenzen müssen überschritten sein. Section 70432 des am 4. Juli 2025 verabschiedeten Gesetzes Public Law 119-21 führte diese Regel rückwirkend wieder ein. Nach geltendem Recht gilt sie für 2025 und 2026; die zuvor vorgesehenen niedrigeren bundesrechtlichen Schwellen gelten nicht. Siehe die IRS-FAQ zu den Meldeschwellen.

Für Zahlungskartentransaktionen gibt es keine Mindestmeldeschwelle. Eine Meldeschwelle entscheidet nicht darüber, ob Einkünfte steuerpflichtig sind.

Echte private Geschenke und Erstattungen geteilter privater Ausgaben, etwa für Miete oder eine gemeinsame Mahlzeit, sollten nicht als Zahlungen für Waren oder Dienstleistungen eingestuft werden. Sie sind für den Empfänger grundsätzlich keine Einkünfte. Eine betriebliche Einnahme wird nicht dadurch zu einem privaten Geschenk, dass jemand sie so bezeichnet.

Eine Plattform kann auch unterhalb der bundesrechtlichen Schwelle ein Formular ausstellen. Ein Bundesstaat kann eine niedrigere Meldeschwelle vorsehen; außerdem kann ein Sicherungssteuerabzug an der Quelle die Ausstellung eines Formulars erforderlich machen, selbst wenn die üblichen bundesrechtlichen TPSO-Schwellen nicht überschritten werden. Prüfen Sie die Regeln des betreffenden Bundesstaats und Zahlungsjahres. Ein Formular unterhalb der Schwelle ist für sich genommen kein Fehler.

Was muss ich angeben?

Formular 1099-K weist grundsätzlich Bruttozahlungen aus, ohne beispielsweise Gebühren, Erstattungen oder Versandkosten abzuziehen. Gleichen Sie das Formular mit Ihrer Buchführung ab, um die für Ihre Steuererklärung relevanten Einnahmen, Anpassungen und zulässigen Ausgaben zu ermitteln. Sie können Formulare von mehreren Zahlungsabwicklern erhalten; erfassen Sie dieselbe Einnahme nicht doppelt, nur weil sie in mehreren Aufzeichnungen oder Formularen erscheint.

Einzelunternehmer geben Einnahmen aus ihrer gewerblichen oder selbstständigen Tätigkeit grundsätzlich in Schedule C an. Verwenden Sie die für die Tätigkeit passende Anlage und erklären Sie steuerpflichtige Einnahmen auch ohne Formular 1099-K. Setzen Sie den Bruttobetrag im Formular nicht einfach mit steuerpflichtigen Einkünften gleich. Weiterführende Informationen: Steuererklärung.

Betriebliche Einnahmen gehören grundsätzlich in Formular 1120 bei einer C Corporation, Formular 1120-S bei einer S Corporation oder Formular 1065 bei einer Personengesellschaft. Wie eine LLC ihre Einkünfte erklärt, hängt davon ab, ob sie steuerlich als nicht von ihrem Eigentümer getrennte Einheit, als Personengesellschaft oder als Körperschaft behandelt wird. Verwenden Sie den richtigen Unternehmensnamen und die richtige Steueridentifikationsnummer und verlangen Sie eine Berichtigung, wenn das Formular den falschen Steuerpflichtigen nennt. Einkünfte einer Personengesellschaft werden den Gesellschaftern zudem über Schedule K-1 zugerechnet.

Beim Verkauf eines privaten Gegenstands über eine Plattform bleiben Meldung und Steuerpflicht getrennte Fragen. Ein steuerpflichtiger Gewinn entspricht grundsätzlich dem bei der Veräußerung realisierten Betrag abzüglich der angepassten steuerlichen Basis des Gegenstands, häufig seiner ursprünglichen Anschaffungskosten; Veräußerungskosten und besondere Regeln zur steuerlichen Basis können relevant sein. Erklären Sie einen steuerpflichtigen Gewinn aus einem privaten Gegenstand auf Formular 8949 und Schedule D. Ein Verlust aus einem privat genutzten Gegenstand ist nicht abzugsfähig und kann nicht mit Gewinnen aus anderen privaten Gegenständen verrechnet werden.

Bewahren Sie Nachweise über Geschenke, Erstattungen geteilter Kosten, Anschaffungskosten, Verkäufe und Ausgaben auf, damit Sie Unterschiede zwischen Formular 1099-K und Ihrer Steuererklärung erklären können. Eine Abweichung kann eine Rückfrage des IRS oder einen Änderungsvorschlag auslösen, bedeutet aber nicht automatisch eine Steuerprüfung oder zusätzliche Steuer. Antworten Sie innerhalb der im jeweiligen Schreiben genannten Frist und legen Sie die einschlägigen Unterlagen vor.

So vermeiden und berichtigen Sie fehlerhafte Formulare 1099-K

Trennen Sie betriebliche Einnahmen und private Überweisungen in Ihren Aufzeichnungen. Wenn Sie für Ihr Unternehmen ein Zahlungskartenlesegerät oder eine App wie PayPal nutzen, können private Zahlungen auf demselben Konto den Abgleich der gemeldeten Gesamtbeträge erschweren. Prüfen Sie jede Transaktion, statt anzunehmen, dass sämtliche Zahlungen auf dem Konto steuerpflichtig sind.

Verwenden Sie die in der App verfügbaren Transaktionskategorien korrekt. Prüfen Sie bei Apps wie PayPal oder Venmo die aktuellen Einstellungen und Hinweise für private Überweisungen im Vergleich zu Zahlungen für Waren oder Dienstleistungen. Die Auswahlmöglichkeiten können je nach Konto und Transaktionsart variieren.

Soweit die Plattform es zulässt, können getrennte geschäftliche und private Konten die Aufzeichnungen erleichtern. Dies ersetzt weder die korrekte Einordnung der Transaktionen noch beseitigt es Steuer- oder Meldepflichten.

Enthält ein Formular ein privates Geschenk, eine Erstattung geteilter Ausgaben, doppelt erfasste Zahlungen, eine falsche Steueridentifikationsnummer oder einen unrichtigen Bruttobetrag, wenden Sie sich an den im Formular genannten Aussteller und verlangen Sie eine Berichtigung. Ist Ihnen der Aussteller unbekannt, kontaktieren Sie das im Formular aufgeführte Zahlungsabwicklungsunternehmen. Bewahren Sie das Original, etwaige berichtigte Formulare und Ihre Korrespondenz auf. Der IRS kann Formular 1099-K des Ausstellers nicht für Sie berichtigen.

Versäumen Sie Ihre Abgabefrist nicht, während Sie auf ein berichtigtes Formular warten. Befolgen Sie die Anweisungen für das betreffende Steuerjahr und geben Sie die tatsächlich steuerpflichtigen Beträge in der passenden Steuererklärung an. Für die Steuererklärung einer natürlichen Person für 2025 sehen die Anweisungen zu Schedule 1 vor, den irrtümlich gemeldeten Betrag oder die Erlöse aus mit Verlust verkauften privaten Gegenständen im Feld am Anfang von Schedule 1 einzutragen. Geben Sie nur den betroffenen Anteil an, wenn das Formular auch steuerpflichtige Einnahmen enthält. Ein steuerpflichtiger Gewinn aus einem privaten Gegenstand gehört auf Formular 8949 und Schedule D. Andere Arten von Steuererklärungen und andere Jahre können eine abweichende Angabe erfordern. Bewahren Sie Belege für Ihre Behandlung auf, falls der IRS Fragen stellt.

Benötigen Sie einen Steueranwalt?

Ein fachkundiger Steueranwalt kann Ihnen helfen, mögliche steuerliche Verpflichtungen aus Transaktionen über Zahlungs-Apps oder Netzwerke Dritter zu verstehen und die Anforderungen an die Abgabe von Steuererklärungen und die Angabe von Einkünften zu erfüllen.

Segal, Cohen & Landis (SCL) kann bei Fragen zu Formular 1099-K unterstützen, unter anderem durch:

  • Unterstützung bei der Prüfung, ob Formular 1099-K des Mandanten korrekt ist.
  • Erläuterung, wie eine Berichtigung beantragt wird und die zutreffenden Beträge in der Steuererklärung angegeben werden.
  • Vertretung von Mandanten bei Steuerprüfungen, wenn die in ihrer Steuererklärung angegebenen Einkünfte von Formular 1099-K abweichen.
  • Anfechtung fehlerhafter Steuerfestsetzungen durch verwaltungsinterne Rechtsbehelfe beim IRS.
  • Prüfung von Möglichkeiten für eine festgestellte Steuerschuld, sofern die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind:

    • Ermäßigung oder Erlass von Steuerzuschlägen, wenn eine gesetzliche Ausnahme, ein angemessener Entschuldigungsgrund oder eine anwendbare Verwaltungsregel eine Ermäßigung oder einen Erlass zulässt.
    • Ein Vergleichsangebot, wenn der IRS ein zulässiges Angebot annimmt, die Steuerschuld für weniger als den vollständigen Betrag zu erledigen.
    • Eine Ratenzahlungsvereinbarung zur vollständigen Begleichung nach den geltenden Zahlungsplanregeln. Das Ablaufdatum der gesetzlichen Beitreibungsfrist (CSED) muss geprüft werden, einschließlich etwaiger Ereignisse, die diese Frist hemmen oder verlängern.
    • Eine Ratenzahlungsvereinbarung zur teilweisen Begleichung auf Grundlage der finanziellen Verhältnisse, wenn eine vollständige Zahlung innerhalb der Beitreibungsfrist nicht möglich ist; der IRS überprüft regelmäßig die Zahlungsfähigkeit.
    • Der Status „derzeit nicht beitreibbar“, wenn die Voraussetzungen einer finanziellen Härte erfüllt sind. Dadurch wird die Beitreibung grundsätzlich aufgeschoben, die Schuld jedoch nicht aufgehoben; anfallende Zinsen und Zuschläge laufen weiter.
    • Erleichterungen bei einem Bundessteuerpfandrecht, etwa dessen Aufhebung, die Freigabe bestimmter Vermögensgegenstände oder die Rücknahme der öffentlichen Bekanntmachung, wenn die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind. Diese Verfahren haben unterschiedliche Wirkungen.

Um Ihre Steuerangelegenheit in einem kostenlosen Beratungsgespräch zu besprechen, erreichen Sie Segal, Cohen & Landis unter (310) 285-3999. Wir können die Fragen, mögliche nächste Schritte sowie den vorgeschlagenen Umfang und die Kosten der Vertretung prüfen.

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